
Kunst muss nicht perfekt sein. Aber sie muss echt sein.
Über das Projekt
SILENT SPEECH – Stimmen im Dunkeln ist ein künstlerisches Performanceprojekt, das sich mit Momenten beschäftigt, in denen Sprache nicht ausreicht.
Im Zentrum stehen junge Frauen, die ihre persönlichen Erfahrungen, Erinnerungen und Gefühle nicht nur über Worte, sondern über Stimme, Körper, Atem und Präsenz ausdrücken. Die Performance findet in einem reduzierten, teilweise dunklen Raum statt, in dem Licht, Nähe und Stille zu zentralen Gestaltungselementen werden.
So entsteht ein intensiver Erfahrungsraum, der das Publikum nicht nur zum Zuschauen, sondern zum Mitfühlen und Reflektieren einlädt.
Warum dieses Projekt wichtig ist
Viele junge Frauen – insbesondere mit Migrations- oder Fluchterfahrung – erleben, dass ihre Geschichten im Alltag oft unsichtbar bleiben.
Sprachliche Barrieren, Unsicherheiten oder gesellschaftliche Rahmenbedingungen erschweren es, sich frei auszudrücken. SILENT SPEECH setzt genau hier an und schafft einen Raum, in dem Ausdruck auch jenseits von Sprache möglich wird.
Das Projekt:
- macht Unsichtbares sichtbar
- gibt persönlichen Erfahrungen Raum
- stärkt Teilhabe und Selbstwirksamkeit
- verbindet individuelle Geschichten zu einer gemeinsamen künstlerischen Form

Teilnehmerinnen
Am Projekt nehmen junge Frauen im Alter von etwa 18 bis 25 Jahren teil. Sie kommen aus unterschiedlichen sozialen und kulturellen Kontexten und bringen vielfältige Perspektiven mit.
Ein Teil der Teilnehmerinnen hat eigene Migrations- oder Fluchterfahrungen. Andere sind in Deutschland aufgewachsen, bewegen sich jedoch ebenfalls zwischen verschiedenen kulturellen Lebenswelten.
Gemeinsam arbeiten sie daran, ihre eigenen Ausdrucksformen zu entwickeln und ihre Geschichten künstlerisch sichtbar zu machen.
Projektverlauf und Arbeitsweise
SILENT SPEECH basiert auf einem partizipativen und prozessorientierten Ansatz.
In den Workshops:
- entstehen eigene Texte, Gedanken und Fragmente
- werden Stimme, Körper und Bewegung erprobt
- wird ein geschützter Raum für Austausch und Vertrauen geschaffen
- entwickeln die Teilnehmerinnen gemeinsam eine künstlerische Form
Der Fokus liegt nicht auf Perfektion, sondern auf Echtheit und persönlichem Ausdruck.
Die Teilnehmerinnen sind aktiv an allen inhaltlichen und künstlerischen Entscheidungen beteiligt und gestalten den Prozess eigenständig mit.
Die Performance
Das Ergebnis ist eine vielschichtige, performative Inszenierung, die aus kurzen Texten, Stimmen, Pausen und körperlichen Ausdrucksformen besteht.
Ein zentrales Element ist die Dunkelheit:
Sie reduziert visuelle Reize und lenkt die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche – Stimme, Atmung und Präsenz.
Am Ende treten die Teilnehmerinnen aus der Dunkelheit ins Licht. Dieser Moment steht symbolisch für Sichtbarkeit, Selbstermächtigung und den Schritt aus der Unsichtbarkeit heraus.
Wirkung
SILENT SPEECH entfaltet Wirkung auf mehreren Ebenen.
Für die Teilnehmerinnen:
- Stärkung von Selbstbewusstsein und Ausdrucksfähigkeit
- Entwicklung von künstlerischen und sozialen Kompetenzen
- Erfahrung von Sichtbarkeit und Anerkennung
Für das Publikum:
- neue Perspektiven auf persönliche Lebensrealitäten
- emotionale Nähe und Empathie
- Reflexion über Sprache, Wahrnehmung und gesellschaftliche Teilhabe
Vision
SILENT SPEECH versteht Kunst als offenen Raum für Begegnung, Ausdruck und gesellschaftliche Teilhabe.
Im Mittelpunkt steht nicht Perfektion, sondern Authentizität.
Das Projekt möchte langfristig dazu beitragen, neue Formen der künstlerischen Kommunikation zu entwickeln und insbesondere jungen Menschen Räume zu eröffnen, in denen sie sich selbstbestimmt ausdrücken können.
Perspektivisch soll das Format weiterentwickelt und auch in anderen Städten und Kontexten umgesetzt werden.
Projektleitung und künstlerische Begleitung
Konzept, Entwicklung und Umsetzung des Projekts liegen in der Verantwortung von
Ziya Akgül.
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Förderung
Das Projekt wird gefördert durch den
Fonds Soziokultur e.V. im Rahmen des Programms
„U25 – Junge Kulturinitiativen“.
Träger des Projekts ist Ehil e.V., Hamburg.